Gewaltfrei Lernen bundesweit
 

Gewaltfrei Lernen ist seit 2009 in allen Bundesländern präsent - als Fortbildung oder als Schülerprojekt

Menschen lernen am besten in Bewegung - insbesondere unsere Kinder! Diese Erkenntnis bildet die Basis der Gewaltfrei Lernen Konfliktschulung. Diese Schulung erleichtert allen am Bildungsprozess Beteiligten den Umgang mit Schülerkonflikten, wie sie vielerorts in Klassenzimmern und auf Pausenhöfen vorkommen.

Das Konzept von Gewaltfrei Lernen - federführend entwickelt von der Diplomsportpädagogin und Fachautorin für Bewegtes Lernen Sibylle Wanders - setzt nicht allein in den Schülerkursen auf bewegungsreiche Unterrichtseinheiten, sondern auch in den Fortbildungen für das gesamte Kollegium! Durch unsere Spiele und Übungen verbessern Schüler/innen ihre Teamfähigkeit, Selbstbehauptung und Sprachfertigkeiten. Sie lernen, die häufigsten Konflikte ohne jegliche Form der Gewaltanwendung zu lösen - körperlich gewandt und wortstark! Wir agieren gegen Ausgrenzung und Mobbing, für mehr Teamgeist und Kommunikation bei gleichzeitiger Selbstbehauptung. Wenn es notwenig ist, vermitteln wir gute Reaktionen und Strategien gegen Schlagen, Treten, Kämpfen und sexuelle Belästigungen unter Schülern.

Im Rahmen eines Schulprojektes vermitteln wir auch den Betreuern und Eltern wirkungsvolle Rollenspiele, Körperreaktionen und Vereinbarungen mit den Jugendlichen. So verbessert ein Gewaltfrei Lernen-Projekt über 3 bis 8 Wochen unterrichtsbegleitend das Lernklima der Schule von  8 bis 16 Uhr und motiviert die Schüler für einander aktiv zu werden.

Das Schülerprojekt

Der 6-8 Schulstunden umfassende Schülerkurs wird im Klassenverband unterrichtet. Der Unterricht baut bei uns - unabhängig von der gemeinsamen Auswahl der Themen - immer auf drei Säulen auf:

  1. In altersgemäßen Bewegungsspielen - der Unterricht soll vorzugsweise in der Turnhalle stattfinden - üben die Kinder und Jugendlichen zu kooperieren. Spielerisch werden Kräfte gemessen, Fairness-Regeln eingeübt und Werte vermittelt, eine selbstsichere Körperhaltung geschult, Teamfähigkeit und Empathie gefördert.
  2. Spezifische Reaktionsübungen bei sprachlichen Beleidigungen oder körperlichen Schikanen. An asiatische Selbstverteidigungsdisziplinen angelehnte Übungen zeigen Schülern, wie sie sich gewaltfrei einer Situation körperlicher Bedrängnis entziehen und sich wortstark schützen.
  3. Zwischen den einzelnen Phasen spielerischer Bewegung erarbeiten die Schüler mit uns in Rollenspielen und Gesprächskreisen ein Handlungsrepertoire, mit dem es ihnen gelingt, ihre typischen Konflikte des Schulalltags zu lösen. Der /die Klassenlehrer/in begleitet dabei - wie in einem starken Team - seine Klasse und beteiligt sich an Übungen und Gesprächen.

Wir unterrichten individuell

Das Schulungskonzept Gewaltfrei Lernen berücksichtigt nicht nur die altersgemäßen Unterschiede zwischen den einzelnen Jahrgangsstufen 1 bis 6 und zwischen unterschiedlichen Schulformen. Die Gewaltfrei Lernen Mitarbeiter sind auch stets darum bemüht, das Curriculum individuell, nach Absprache mit Schulleitung und Klassenlehrern, an die bisherigen Bausteine der Sozialen Schulung und an spezifische Problemsituationen anzuknüpfen.  Für Jugendliche in den Klassen 7 bis 13 bieten wir spezielle, sehr abwechslungsreiche Schulungsinhalte im Schulprojekt "Stark im Team!" an!

In Turnschuhen zur Fortbildung für Lehrer und Betreuer

Um die Nachhaltigkeit der Schülerprojekte zu steigern, schulen wir auch die beteiligten Lehrer und Betreuer an zwei Nachmittagen. In je dreistündigen schulinternen Veranstaltungen und durch die Hospitation der Unterrichtsstunden des Gewaltfrei Lernen Teams wird das Kollegium in die Lage versetzt, die Schulungsinhalte konsequent (und bewegungsreich) weiter zu führen. Fortbildung und umfassendes Handout sind für die selbständige Umsetzung der Schulungsmaßnahmen in den Alltag unbedingt notwenig. So soll das neu erlernte, positive Konfliktverhalten der Schüler dauerhaft verankert und zu einer neuen Schulkultur ausgebildet werden. Dass diese bewegungsreiche Form der Fortbildung nicht nur besonders effektiv ist, sondern auch jede Menge Spaß macht, erfahren alle Beteiligten am eigenen Leibe.

Wir lieben bewegte Elternabende

Das Zentrum der Erziehung bildet das Elternhaus und so wendet sich Gewaltfrei Lernen innerhalb von ein bis zwei abendlichen Veranstaltungen im Laufe der Projektphase ebenso an die Eltern der unterrichteten Schüler. Hier sollen neben einer Aufklärung über mögliche Ursprünge aggressiven Verhaltens aus den Bereichen Ernährung und Medienkonsum insbesondere die Inhalte der Schulung dargestellt und bei den Eltern für eine Unterstützung einer gewaltfreien Konfliktlösung geworben werden. Auch den Eltern wird bewegungsreich veranschaulicht, welche Handlungsalternativen ihr Schützling zukünftig gegenüber Treten oder Schlagen hat. Natürlich werden in diesem Rahmen auch zahlreiche Erziehungstipps ausgetauscht.

Evaluation

Nach der Durchführung von 26 Kölner Schulprojekten in 2008 wurden die Lehrerinnen und Lehrer gebeten, schriftlich einem zusammen mit dem Max-Planck-Institut standardisierten Fragebogen sowohl einzelne Maßnahmen des Gewaltfrei Lernen Projekts zu beurteilen sowie ihren Gesamteindruck zum Ausdruck zu bringen. Die Ergebnisse dieser Befragung von ca. 250 Pädagoginnen und Pädagogen liegen nun vor, bestätigen mit enormen Zuspruch die Wirkung des  ganzheitlichen Bewegungsansatzes unserer wählbaren Schulungsschwerpunkte. Sie motivieren alle fünfzehn Pädagogen unseres Teams fortan bundesweit Gewaltfrei Lernen zu verbreiten.

Förderung

Auch eine große Anzahl an Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführenden Schulen in sozialen Brennpunkten der Städte, in denen unsere gewaltpräventive Arbeit gegen Schlagen, Provokationen, Gossensprache und Kämpfen am Notwendigsten erscheint, möchte das Projekt Gewaltfrei Lernen durchführen. Doch leider fehlen vielen dieser Einrichtungen die zusätzlichen finanziellen Mittel. Unser Förderverein Gewaltfrei Lernen e.V. hilft diesen Institutionen, großzügige Förderer zu finden. Unser Ziel ist es, mit einem Ring  Spender und Fördermitglieder möglichst jeder interessierten Schule und Kindertagesstätte  die Teilnahme an der Konfliktschulung Gewaltfrei Lernen zu ermöglichen.

Helfen Sie uns, die Konfliktschulung Gewaltfrei Lernen für 4- bis 18-Jährige bundesweit zu etablieren!